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Das Kalenderjahr 2009 begann für das Royal-Ballett mit einer Ausnahme von der Regel. Denn anders als in den Vorjahren fand die Premiere des neu einstudierten Tanzes nicht im Rahmen der ersten Kappensitzung des Kulturkreises, sondern anlässlich des Neujahrskonzertes des Salonorchesters statt.
Bei diesem Auftritt tanzte das Ballett zudem erstmals nicht auf Musik „aus der Konserve“, sprich der Musik von CD, sondern zur echten Live-Musik eines Orchesters. Dies erforderte natürlich eine gewisse Probenvorarbeit, da es sowohl für das Orchester, wie auch für die Damen des Balletts eine ganz neue Erfahrung war. Die Tänzerinnen mussten sich daran gewöhnen, dass die „Petersburger Schlittenfahrt“ nun nicht - wie sie es vom monatelangen Training gewohnt waren – von André Rieu und seinem Johann-Strauss-Orchester, sondern von dem Elzer Salonorchester gespielt wurde. Und auch die Musikerinnen und insbesondere die Musiker des Salonorchesters waren zunächst etwas irritiert und abgelenkt, als vor Ihnen nun Damen in kurzen Röckchen herumsprangen und ihre Beine durch die Luft warfen.
Aber bei der Aufführung am 11.01.2009 klappte dann alles bestens. Auch der Holzschuhtanz, der extra für dieses Konzert von den beiden Tänzerinnen Sarah Sehr und Karoline Kipping einstudiert und in holländischer Tracht mit echten Holzpantinen zu den Klängen des Orchesters dargeboten wurde, kam beim Publikum sehr gut an.

Es folgten die beiden Kappensitzungen des Kulturkreises, an denen das Ballett den Tanz „Winterzauber“ präsentierte. Dabei wurde die Petersburger Schlittenfahrt um zwei weitere winterliche Musikstücke ergänzt. So betraten die Tänzerinnen zunächst als unförmige, rotnasige Rentiere namens Rudolph die Bühne und tanzten zu den Klassikern „Rudolph the red nosed rendeer“ und „Let it snow“, um sich dann in einer blitzschnellen Umziehaktion in fesche Tänzerinnen mit kurzen Röckchen und Pelzmützchen zu verwandeln und die Schlittenfahrt darzubieten.

Auch die Teenies nahmen an den beiden Kappensitzungen teil. Sie meisterten ihre Aufgabe als „Eisbrecher“ mit Bravour und brachten den Saal mit einem Medley aus diversen Nena-Songs und im typischen 80er-Jahre-Outfit in Stimmung.

Die Wambachstelzen machten als Indianer die Bühne unsicher und wurden dabei in charmanter Weise von ihren jeweiligen Squaws unterstützt. Auch hier war insbesondere das weibliche Publikum ganz aus dem Häuschen.

Am Ende der Veranstaltung brachte das Ballett mit dem Tanz „Echt Kölsch“ Samba-Stimmung zu Kölschen Stimmungsliedern in die Narhalla.

Dieser Tanz brachte eine Woche später nicht nur die Männer an der Herrensitzung der U 40 des Frohsinns in Wallung. Auch der Moderator dieser Veranstaltung, Horst Schlämmer vom Grevenbroicher Tagesblatt, war ganz hin und weg von den „Kölschen Samba-Mädels“.

Bei der „Gegenveranstaltung“, der Frauenfastnacht, war es den Wambachstelzen vergönnt, die närrischen Damen zum Johlen und Kreischen zu bringen.

Am Hexenkessel sowie am Fastnachtsumzug in Hundsangen nahmen die Teenies und das Royal-Ballett als Indianerinnen teil.

Die Minis und Youngsters traten dann bei der Rathausstürmung in Frickhofen sowie bei der Kinderfastnacht im Bürgerhaus und im Pfarrheim ganz groß in Aktion. Dort zeigten 25 Minis ihren neuen Tanz „Lazy Town“, während die 22 Youngsters das Thema „Olympia“ toll in Szene setzten.
Dass diese Darbietungen beim jungen Publikum prima ankamen, zeigt die Tatsache, dass nach der Fastnachtssaison ein starker Ansturm an Neuzugängen zu verzeichnen war, so dass die bisherigen zwei Gruppen um eine neue Gruppe, die Kiddies, erweitert wurden. In diesen drei Gruppen trainieren seitdem insgesamt 62 Kinder.

Im weiteren Verlauf des Jahres tanzten die Minis, Kiddies und Youngsters auf diversen Freundschaftstanzen in Nentershausen, Beuerbach und Heistenbach. Ferner nahmen sie am Freundschaftstanzen in Eppenrod teil, wo die Minis mit dem 1. Platz und die Youngsters mit dem 2. Platz tolle Erfolge erzielten.

Auch das Programm anlässlich der Feierlichkeiten „40 Jahre Grundschule Elz-Süd“ wurde durch einen Tanz der Youngsters bereichert.

Die Tänzerinnen des Royal-Balletts traten u.a. bei der Sportlerehrung der Gemeinde Elz sowie bei diversen privaten Feiern wie Geburtstage, Hochzeiten sowie einer Goldhochzeit auf.

Zwei dieser Feierlichkeiten seien dabei noch ausdrücklich erwähnt, da dort Tänzerinnen des Balletts im Mittelpunkt standen: die Hochzeiten von Kathrin Biet geb. Ackermann sowie von Diana Krah geb. Richter.
Zunächst standen die Damen des Balletts am 09.05.2009 nach der Trauung von Kathrin und Christian Biet in der Elzer Pfarrkirche mit Rosenbögen Spalier. Danach ging es weiter nach Weilburg, wo auf der Hochzeitsfeier eine Tanzeinlage dargeboten werden sollte. Dabei ließen es sich die Tänzerinnen nicht nehmen, der ahnungslosen Braut einen Scherz zu spielen. Denn statt den von den Brautleuten gewünschten Tanz „Zigeunerblut“ darzubieten, tanzte eine kleine Gruppe von Tänzerinnen zunächst den bei der Braut äußerst unbeliebten „Rentier-Rudolph-Tanz“. Aber nachdem die Gesichtsfarbe der Braut daraufhin für einen kurzen Moment die Farbe ihres Brautkleides angenommen hatte, nahm sie es mit Humor, setzte sich eine rote Rentiernase und ihrem Angetrauten ein Rentier-Geweih auf und ließ die Darbietung tapfer über sich ergehen. Dafür wurde sie dann auch umgehend mit der Aufführung des erwünschten Tanzes „Zigeunerblut“ belohnt.
Auch bei der Hochzeit von Diana Krah stand das Ballett Spalier. Diesmal allerdings vor dem Limburger Dom. Auf der anschließenden Hochzeitsfeier im Kolpinghaus in Limburg präsentierte es den Tanz Echt Kölsch!, dessen heiße Samba-Rhythmen bestens zu den Temperaturen an diesem Tag passten.

Das letzte gemeinsame Training der Minis, Kiddies und Youngsters vor den Sommerferien wurde mit dem inzwischen traditionellen Eisessen in den Elzer Anlagen beendet.

Das Royal-Ballett veranstaltete am letzten Augustwochenende einen zweitägigen Tanz-Workshop mit Übernachtung in der Limburger Jugendherberge. An dieser Aktion nahmen die Teenies und die Tänzerinnen des Balletts teil. Während erstere es aufregend fanden, ein Wochenende mit den „Großen“ zu verbringen, wurden letztere an ihre Klassenfahrten in der guten alten Schulzeit erinnert und entwickelten nostalgische Gefühle. Betten beziehen, Schlafen im doppelstöckigen Bett, Essen im Speisesaal und nächtliches Gekicher und Geplapper auf den Gängen und in den Zimmern sowie ein gemeinsamer Bummel in die Innenstadt – all das waren schöne und lustige Erfahrungen. Aber auch der eigentliche Zweck der Veranstaltung – das Trainieren - kam natürlich nicht zu kurz.
So machten sowohl die Teenies wie auch das Ballett mit ihren in diesem Jahr einstudierten neuen Tänzen „School of Rock“ bzw. „Boney M.“ gute Fortschritte. Am Ende waren sich alle einig, dass dieses Wochenende sehr viel für den Trainingsfortschritt, aber vor allem auch für das Gemeinschaftsgefühl und den gemeinsamen Spaß beigetragen hat. Eine Wiederholung wird es daher mit Sicherheit geben.

Auch für die drei Kindergruppen fand in den Herbstferien ein Workshop im Elzer Bürgerhaus statt. Dieser machte allen Beteiligten ebenfalls einen Riesen-Spaß und wird zukünftig ein fester Bestandteil in der Trainingsarbeit.

Beim Tag der älteren Mitbürger am 25.10.2009 trug das Ballett mit dem Tanz Zigeunerblut zum Programm bei.

Das Jahr klang mit den jeweiligen Weihnachtsfeiern der diversen Gruppen aus. Während die Minis, Kiddies und Youngsters mit dem Zug nach Wiesbaden fuhren, um sich dort im Theater die Aufführung „Ronja Räubertochter“ anzusehen, betätigten sich die Teenies sportlich beim Bowlen in Limburg. Ein gemeinsamer Bummel über den Weihnachtsmarkt rundete deren Feier ab. Die Tänzerinnen des Balletts ließen das Jahr bei der Weihnachtsfeier des SV Elz am 12.12.2009 in gemütlicher Runde und bei köstlichem Essen ausklingen.

Nun noch eine kurze Anmerkung zum Schluss:
Das für November 2009 geplante Tanzspektakel „Tanz total!“ musste aus organisa-torischen Gründen seinerzeit leider verschoben werden. Als Vorgriff auf den Jahresbericht des folgenden Kalenderjahres sei jedoch bereits an dieser Stelle erwähnt, dass das Tanzspektakel nunmehr am 13.03.2010 stattfand und ein sensationeller Erfolg war. 17 teilnehmende Kinder- und Jugendgruppen bei der Nachmittagsveranstaltung und 19 Erwachsenengruppen bei der Abendveranstaltung sowie ein bei beiden Veranstaltungen ausverkauftes Bürgerhaus sprechen für sich.
Bereits an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Tänzerinnen und Trainerinnen des gesamten Balletts, an alle teilnehmenden Gruppen, an das zahlreich erschienene Publikum, an unsere Sponsoren sowie an alle Helfer. Ein besonderer Dank an Sascha Schüren für seine engagierte Vorstandsarbeit sowie insbesondere für seine tatkräftige Unterstützung beim Tanzspektakel.

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