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Limburger Fußball-Kreispokalspiele 1975/1976

Elz, Thalheim und Staffel drehen den Spieß um

Limburg 07 – Elz 0:1 (0:1)

Ein Eigentor (Droste traf nach, Pfostenschuß von M. Schafferhans beim Abwehrversuch ins eigene Netz) entschied das Duell der beiden alten Rivalen bereits in der 8. Minute. Auf dem Hartplatz .bekamen die rund 200 Zuschauer nur mäßige Kost zu sehen. Enttausehend wirkten vor allem die beiderseitgen Angriffsleistungen. Beim Gastgeber kamen. Merfels und Schönweitz für Broch und Thome, die Besucher wechselten Martin gengen M. Schafferhans und Stahl ein (alle im zweiten Abschnitt); Leitzbach (E) schied in der 87. Minute verletzt aus.
Überflüssig die Privatfehde zwischen Schuster (L) und M. Schafferhans; einige Handgreiflichkeiten unter den Akteuren war die Folge.

Elzer 8:2 - Triumph in Dietkirchen

Oberbrechen erwartet letzten Ligisten (Würges oder Arfurt)

Von den drei klaren Ergebnissen in den Limburger Fußball-Pokalspielen hatte man Niederhadamars 7:1 gegen Tbalheim weitaus eher erwarten können als Staffels 5:1 gegen Ellar/Hintermeilingen oder gar den 8:2.-Triumph des SV Elz in Dietkirchen. Neben Elz brachten es auch Oberbrechen (1:0 beim Pokalspezialisten SV Wilsenroth) und Hadamar (2:0 in Dauborn) zu Auswärtssiegen.

Dietkirchen - Elz 2:8 (0:5)

Bereits nach knapp 20 Minuten lagen die Platzherren aussichtslos im Rückstand (0:4), Vor allem im Mittelfeld besaß Elz ein deutliches Übergewicht. Dletkirchen vermochte sich erst kurz vor der Pause etwas zur Geltung zu bringen.
Daß die Elf sich nach dem Wechsel weiter steigerte, reichte lediglich zu zwei Gegentoren. Während die Reckenforstler ihren rabenschwarzen Tag selbst mit zahlreichem Ersatz nur teilweise entschuldigen können, überragten beim Sieger Golumbeck und M. Schafferhans.
Tore: 2. 0:1, 14. 0:2, 15. 0:5 alle M. Schafferhans, 18. 0:4 Erbach, 30. 0:5, 59. 0:6 beide Martin, 70. D. Fassbender, 75. 2:6 L. Martin (Foulelfmeter), 85. 2:7 Martin, 90. 2:8 Erbach

Ein Gruppenligist und drei A-Klassenmannschaften

Würges, Elz, N'hadamar, Eisenbach, so heißen die Teilnehmer an Limburger Pokalvorschlußrunde

Neben dem Gruppenligisten RSV Würges (2;0 in Oberbrechen) haben sich drei A-Klassenmannschaften für die Pokalvorschlußrunde im Fußballkreis Limburg qualifiziert. Niederhadamar (3:0 gegen Staffel) Elz (7:4 gegen Oberweyer) Eisenbach (2:0 in Hadamar).

Elz - Oberweyer 7:4 (4:1)

Obwohl die ranghöhere Platzelf die erste Hälfte (ebenso wie die letzten 30 Minuten) bestimmte, stellte sich ihre klare Pausenführung erst zwischen der 40, und 44. Minute ein. Damit war freilich die Entscheidung bereits gefallen, denn obwohl der Partner immer wieder geschickt konterte, war es ihm nicht möglich, den Elzer Sieg noch zu gefährden. Bei den Gastgebern imponierte nicht zuletzt das schnelle Spiel über die Flügel. Die besten Noten gebührten h. Schafferhans, Erbach und B. Müller (E) sowie Arnold (O).

Tore: 35. 1:0 Golumbeck, 40-m-Freistoß, 40. 2:0 H. Schafferhans, 43. 3:0, 44. 4:0 beide Erbach, 45. 4:1 W. Jung Foulelfmeter, 62. 4:2 Arnold, 71. 5:2 B. Müller, 72, 5:3 Silbereisen, 74. 6:3, H Schafferhans, 76. 7:3 B. Müller, 77. 7:4 W. Jung 

Limburger Finale mit RSV Würges, Elz

Niederhadamar, Eisenbach werden mit 5:1, 2:1 ausgeschaltet

Mit dem Gruppenligisten und Vorjahressieger RSV Würges sowie dem SV Elz (A-Klasse, Rang 11) treffen sich am kommenden Samstag um 18 Uhr in Villmar zum Limburger Fußball-Pokalendspiel 1976/77 zwei Mannschaften, die schon etliche Male im Finale gestanden haben und dabei auch recht erfolgreich gewesen sind, In der Vorschlußrunde setzten sie sich gegen den SC Niederhadamar (5:1) bzw. in Eisenbach (2:1) durch.

Eisenbach — EIz 1:2 (0:1)

Bullmann, Bös, Deisel, Zöller, E. Kaiser, Oswald, Zimmermann, Weil, Sehorr, Gautsch (46. Lind), II. Kaiser
Haberstock, B, Schafferhans, B. Müller, W. Friedrich, W. Schafferhans, Leitzbach (46. II. Friedrich), Stahl, Diefenbach, Martin, M. Schafferhans, Erbach
Schiedsrichter: Pape (Wiesbaden-Bierstadt)

Tore: 4. 0:1 M. Sehafferhans, 11, 0:2 Bullmann (Eigentor), 85. 1:2 E. Kaiser (Elfmeter)

Auf dem trotz Regens gut bespielbaren Platz fanden beide Teams nach der Sommerpause noch keine rechte Bindung im Mannschaftsgefüge. So sah man ein sehr zerfahrenes Spiel, in dem auch Schiedsrichter Pape keinen allzu sicheren Eindruck hinterließ. Das frühe 0:1, vom eifrigen M. Schafferhans erzielt, kam übrigens auf etwas glückliche Art zustande, denn der Torschütze erhielt nur deshalb den Ball, weil ein Weitschuß an E. Kaiser abgeprallt war. Auch beim zweiten Elzer Treffer hatte „Fortuna" die Hand im Spiel: Torwart Bullmann klatschte einen Eckball von M. Schafferhans ins eigene Netz. Dessenungeachtet wirkte die 2:0-Führung der Westerwälder zu diesem Zeitpunkt verdient. Bezeichnend für die Schwäche der einheimischen Stürmerreihe war, daß Gästehüter Haberstock kaum einmal ernsthaft geprüft wurde. An der Angriffsmisere änderte sich auch nicht viel, als Lind nach der Pause den restlos enttäuschenden Gautsch ablöste. Die klarste Chance für die Platzherren hatte allerdings Oswald schon vor dem Halbzeitpfiff ausgelassen. Gegen Ende wurde die Atmosphäre noch etwas hektisch, als die Zuschauer nach einer Serie von Eckbällen während Eisenbachs Schlußoffensive einen zweiten Elfmeter forderten. Gesamteindruck: ein verdienter Sieg der Elzer, auch wenn sie gegen die schlecht aufgelegten Gastgeber ebenfalls nicht voll zu überzeugen vermochten.

Pokalfinale in Villmar: RSV Würges – Elz 

Vielfache Generalpobe für die in acht Tagen beginnende Meisterschaftsrunde

Im letzten halben Jahrzehnt hat der RSV Würges, ranghöchster Verein des Fußballkreises Limburg, in dessen Pokalwettbewerben eine dominierende Rolle gespielt. Zwischen 1971 und 1975 trug sich die Mannschaft gleich dreimal in die Siegerliste ein. und am Samstag steht sie um 18 Uhr in Vilimar schon wieder im Finale. Der Zufall will es, daß ihr Gegner ausgerechnet jener SV Elz ist, der zur Zeit mit insgesamt vier Erfolgen die Rangliste der Pokalsieger änführt. Das heißt: mit einem.Erfolg über den zur A-Klasse gehörenden, also zwei Ränge tiefer stehenden Konkurrenten kann Würges zur „Spitze" aufschließen.

Normalerweise muß man mit einer solchen Entwicklung rechnen. Der RSV hat jüngst beim 1:0. in Kriftel (Titelkandidat in der. Bezirksliga Wiesbaden) eine so überzeugende Vorstellung gegeben, daß man ihm in Villmar eine ähnlich glanzvolle Leistung zutrauen möchte wie vor Jahresfrist an gleicher Stelle gegen den SV Arfurt (der dennoch mit 0:5 etwas unter Wert geschlagen wurde). Allein die Tatsache, daß Pokalkämpfe - vor allem aber Endspiele - immer wieder unter eigenen Gesetzen stehen, hebt Elz aus der ihm eigentlich zustehenden Außenseiterrolle etwas heraus.
Bisherige Ergebnisse der Finalisten: Würgers: 6:5 n. Verl. und Elfmeterschießen bei Limburg 19, 2:0 gegen Arfurt, 20 in Oberbrechen, 5:1 gegen Niederhadamar E 1 z : 1:0 bei Limburg 07, 8:2 in Dietkirchen, 7:4 gegen Ober-weyer, 2:1 in Eisenbach.

Schließt Würges auf?

Noch führt Elz nach Pokalsiegen

Seit Widereinführung dieses Wettbewerbs sind im Fußballkreis Limburg .genau 20 Pokalsieger ermittelt worden. Angeführt wird die Rangliste vom vierfachen Pokalgewinner SV Elz, der allerdings am Samstag in Villmar (18 Uhr) vom RSV Würges eingeholt werden kann: In den letzten fünf Jahren -hat sich nämlich die letztgenannte Elf nicht weniger als dreimal durchgesetzt.
Auf je drei Erfolge haben es bisher auch Niederselters und Wilsenroth gebracht. In der Ehrenliste stehen außerdem Limburg 07 (2), Dietkirchen, (2), Limburg 19, Dehrn und Weyer. 

RSV Würges - SV Elz 4:0 (2:0)

Schlitt (ab 80. Stahl), H. Brands, Müller, Wessinghage, G. Löw, Gernand, K. Roth (ab 71. G. Roth), E. Brands, Stajic, Binhack, Holzhäuser
Haberstock (ab 46. Schmidt), R. Schafferhans, W. Friedrich, B. Müller, Diefenbach, W. Schafferhans, Wittayyer, Stahl, J. Martin, (ab 72. H. Friedrich), M. Schafferhans, Erbach
Schiedsreichter: Menger (Waldhausen)
Tore: 29. 1:0 B. Müller (Kopfball-Eigentor), 40. 2:0 Müller (Freistoß), 73. 3:0 Holzhäuser (Alleingang), 78. 4:0 Holzhäuser (Alleingang)

M. D. - Es war, gemessen an der Vorjahresbegegnung Würges - Arfurt (5:0) ein glanzloses Finale. Daß der Außenseiter Elz unter Wert geschlagen, steht außer Zweifel. Mit vertauschten Torwächtern hätte sich der favorisierte Gruppenligist sicherlich weitaus schwerer getan; vermutlich wären beide Teams bei Halbzeit sogar torlos in die Kabinen gegangen.

Der rotblonde Elzer Schlußmann Haberstock war mit Sicherheit der unglücklichste aller Akteure auf dem herrlichen Villmarer Rasen. Er agierte ausgesprochen unsicher (übernervös), was sich bereits in der Anfangsphase bei einem E. Brands Freistoß andeutete. Später leistete sich die Nummer 1 des A-Klassenvertreter dann auch dem Pokalverteitiger bei beiden ersten Goals "Schützenhilfe". Beim (kuriosen) Führungstreffer faustete Haberstock einen mit Effet hereingeschlagenen E. Brands Eckball völlig unbehindert seinem mit hochsteigenden Vordermann B. Müller gegen den Hinterkopf; von dort sprang die Lederkugel an den konsternierten Elzer Deckungsspielern vorbei ins Netz. Beim 2:0 erlebte man eine mißglückte Abwehr des Elzer Torwächters bei Müllers weitem Freistoßflugball, den der Keeper im Luftzweikampf mit Binhack schier unterschätzt zu habn schien. Anders als Gegenüber Schlitt. Der "Lange" bewahrte seine Elf in der 26. Minute vor einem frühzeitigen Rückstand, als er einen gefährlichen Kopfball des agilen M. Schafferhans bravourös entschärfte.

Im zweiten Durchgang - nun stand Oldtimer Michel Schmidt beim SVE zwischen den Pfosten - versuchten die Westerwälder noch einmal verzweifelt, das Baltt zu wenden. Erbach bot sich Sekunden nach Wiederanpfiff die beste Möglichkeit zum Anschlußtreffer. Sein Schuß landete jedoch - wie viele andere der harlosen Elzer Stürmer - neben dem Gehäuse. Die eklatante Angriffsschwäche des langjährigen Bezirksligisten war einfach nicht zu übersehen. Schlitt und auch sein beim beruhigenden 4:0-Vorsprung eingewechselten Nachfolger Stahl verbrachten doch insgesamt einen ruhigen Samstagabend.

Würges wußte trotz des Knatrsieges nicht zu überzeugen. Insbesondere beim Abspiel schlichen sich zuweilen gravierende Fehler ein. Im Angriff verzettetelte sich Stajic einmal mehr zu sehr in Einzelaktionen und blieb gegen den einsatzfreudigen R. Schafferhans meist nur zweiter Sieger. Der trickreiche Kurt Holzhäuser (Nummer 11) war nach dem Wechsel die überragende Spielerpersönlichkeit in den Reihen der Taunusmannschaft. Seine beiden Tore - nach imponierenden Slalomläufen durch die aufgerückte Elzer Hintermannschaft - erzielte der Ex-Niederhausener in großartiger Manier. Diese Kaltschnäuzigkeit kann als symptomatisch für den gesamten Spielverlauf angesehen werden. In optischer Hinsicht mischte das A-Klassenteam nämlich gut mit, ja streckenweise spielten die Westerwälder sogar überlegen. Dennoch dürfte dem RSV selten ein Pokaltriumph so leicht gefallen sein wie dieser! 

 

Quelle: Werner Golumbeck "Meine Trainerzeit beim SV Elz"

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