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Sanierung ist unwirtschaftlich - Mitglieder sprechen sich für einen Neubau aus
Kann ein neues Vereinsheim gebaut werden? Welche Kosten müssen dafür aufgebracht werden? Kann der Verein das tragen? Viele Fragen rund um das Vereinsheim gab es zur Jahreshauptversammlung des SV 1911 Elz zu klären und standen thematisch im Mittelpunkt.

Elz.
Das Vereinsheim des SV Elz ist in die Jahre gekommen und stark sanierungsbedürftig. Ein Neubau soll das marode Heim ersetzen. Ein dringender Neubau muss her, denn das alte Vereinsheim ist voller Mängel und ist in der Renovierung zu teuer. Daher ist das Thema Neubau sehr wichtig und bestimmt schon seit längerem das Vereinsgeschehen.

Doch bevor dieses bedeutende Projekt vorgestellt worden ist, gab der Vorstand seine Berichte über das zurückliegende Jahr wieder. Sportlich sind die Mannschaften in allen Bereichen auf einem guten Weg. Für die Senioren konnte Mehmet Dragusha als Trainer gewonnen werden und mit ihm gemeinsam soll in diesem Jahr der Aufstieg geschafft werden. Im Jugendbereich möchte der Verein das große zeitliche Engagement der Übungsleiter belohnen und ihnen die Trainerausbildung finanzieren. Der Vorstand hofft, damit auch einen Reiz für die Jugendlichen zu schaffen, weiterhin im Verein zu bleiben. Leider kommt es momentan noch sehr häufig vor, dass junge Spieler zu höherklassigen Vereinen wechseln und sich dort mehr Chancen für ihr weiteres Spielen erhoffen.

Neben diesen Abgängen ist es auch sehr schade, dass die Heimspiele immer seltener besucht werden. Mit einer Dauerkarte Anreize zu schaffen, die Leute wieder auf den Sportplatz zu locken, hat nur mäßig funktioniert. Dennoch baut der Vorstand darauf, am Ball zu bleiben und mit verschiedenen Veranstaltungen die Menschen zum Sportplatz zu holen. Die Abteilung Royal Ballett und Gardetanz sind mit ihren Programmen an verschiedenen Kampagnen während der Faschingszeit beteiligt und nehmen auch erfolgreich an Wettkämpfen teil.

In der Jahreshauptversammlung wurden einige Mitglieder geehrt: (von links) Sascha Schüren (1.Vorsitzender), Klaus Schwarz, Stefan Theis, Egid Schulz, Werner Kulbach und Michael Zimmer (2.Vorsitzender).Das Royal Ballett hatte im vergangenen Jahr zu einem Bunten Abend ins Bürgerhaus eingeladen. Mit der Beteiligung vieler Jugendabteilungen der Elzer Vereine konnte ein interessanter und abwechslungsreicher Abend gestaltet werden. Auch in diesem Jahr, am 27.April, lädt das Royal Ballett zum Tanzspektakel ins Bürgerhaus Elz ein. Bürgermeister Horst Kaiser lobte das große Engagement des Vereins innerhalb der Gemeinde. Dieses Miteinander und auch das gemeinsame Anpacken sei eine Stärke des Vereins.

Finanziell stand der Verein im letzten Jahr noch gut da, doch in den nächsten Jahren muss sich doch einiges ändern, damit dies auch weiterhin so bleibt.

Laut Satzung standen auch einige Neuwahlen an und die ausübenden Personen wurden durch Wiederwahl in ihrer Arbeit bestätigt. Gewählt wurden Michael Zimmer (2.Vorsitzender), Markus Schmidt (2.Kassierer), Andreas Schenk (2.Schriftführer), Stefan Heimbüchler (Abteilungsleiter Alte Herren), Sarah Unterstab (Abteilungsleiterin Royal Ballett), Karl-Heinz Meister (Abteilungsleiter Wirtschaftsausschuss), Gabi Friedrich (Abteilungsleiterin Gardetanz), Alexander Schenk und Frank Menz (Beisitzer).


Fass ohne Boden

Danach ging es ums große Thema Vereinsheim. Das Gebäude ist über 60 Jahre alt. Das Dach ist veraltet, die Dämmung des gesamten Gebäudes sehr mangelhaft und die Fenster sind auch undicht. Dies führt zu enormen Heizkosten, denn der Wärmeverlust kann überhaupt nicht mehr kontrolliert werden. Hinzu kommen jedes Jahr neue Auflagen von den Behörden in Bezug auf Brandschutz und Trinkwasser. Die Räume dürfen nicht mehr vermietet werden, was zu geringeren Einnahmen in diesem Bereich führt.

Seit einigen Jahren werden zwar immer die nötigsten Forderungen erfüllt, doch dies ist ein Fass ohne Boden. Also hat sich der Vorstand zusammengesetzt und durchgerechnet, welche Kosten auf den Verein zukommen würden, wenn das Vereinsheim saniert werden würde.

Für Renovierungen oder Sanierungen gibt es keine Fördergelder und wirtschaftlich macht es leider keinen Sinn, in diese Richtung Bemühungen anzustreben.

Also hat der Vorstand Planung zu einem Neubau begonnen und dieses Projekt gedanklich durchgerechnet. Es gebe vom Land Hessen, dem Kreis Limburg-Weilburg sowie vom Landessportbund und der Gemeinde Fördergelder zu einem Neubau. Mit diesen Fördergeldern, der Erhöhung der Beiträge und der Mithilfe aller Vereinsmitglieder ist dieses große Vorhaben zu schaffen. Die Ideen zum neuen Vereinsheim wurden vorgestellt und sie kamen auch sehr gut an.

Zur Durchführbarkeit und einigen Details gab es noch Fragen. Auch wurde eine Sanierung nochmals angesprochen. Doch am Ende konnte der Vorstand deutlich klarstellen, dass ein Neubau eher zu bewerkstelligen ist.

Somit stimmte die Versammlung gegen eine Sanierung des jetzigen Vereinsheims und für den Bau eines neuen Treffpunktes. Der Vorstand wird nun alles in die Wege leiten, damit dieses Projekt begonnen werden kann. Es kommt ein sehr intensives Jahr in allen Bereichen auf den SV Elz zu. Doch alle ziehen an einem Strang und werden es schaffen.

Neue LED-Flutlichtanlage

Gefördert durch: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, eine Nationale Klimaschutz Initiative