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Kunstrasen: Wie ein Lottogewinn für den SV Elz

Für Heinz Zimmer vom Vorstand des Sportvereins Elz ist momentan das, was auf der Zentralen Sportanlage passiert, so etwas wie «sechs Richtige im Lotto»: der Bau des Kunstrasenplatzes.

Elz. Vier Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle: Das Engagement der Mitglieder für freiwillige Arbeitsleistungen, die schnelle und relativ unbürokratische Aktivität der Gemeindegremien, das Handeln der Sponsoren und letztlich die finanziellen Mittel aus dem Konjunkturprogramm II.

Platz für 16 Mannschaften
Nur acht Wochen nach Beginn der Erdarbeiten auf dem ehemaligen, mehr als 30 Jahre alten Tennenplatz hat in dieser Woche das Verlegen des Kunstrasens begonnen. Auch die elastische Tragschicht wurde bereits Mitte August eingebaut. Bürgermeister Horst Kaiser (CDU) zeigte sich begeistert, mit welcher Intensität die Mitglieder des Sportvereins die Ärmel zur freiwilligen Arbeit hochkrempelten. Sie wissen schließlich, wofür sie sich engagieren. Denn der Verein hat 13 Jugend-, zwei Senioren- und eine Alte-Herren-Mannschaft. Im SV Elz betreiben allein rund 280 Kinder und Jugendliche Fußballsport. Der regelmäßige Trainingsbetrieb und die offiziellen Wettkämpfe oder Spielbegegnungen erfordern bei dieser hohen Anzahl an Aktiven auch adäquate Sportstätten.

Wie Bürgermeister Horst Kaiser bei einer Besichtigung der Baustelle betonte, sei die zügige Erledigung der Erdarbeiten nur durch ein perfektes Zusammenspiel der beteiligten Elzer Firmen Heus und Bagger-Schenk mit den Mitgliedern des SV Elz möglich gewesen, als es darum ging, Ballfangzaun und Balustrade abzubauen und das Pflaster rund um die Spielfelder zu verlegen. Insgesamt seien vom SV mehr als 900 Quadratmeter Pflaster in Eigenleistung verlegt, Löcher für die Pfosten der Ballfangzäune ausgehoben und die Balustrade an der Längsseite des Spielfeldes versetzt worden. Das Bauamt der Gemeinde Elz hatte nach Aussagen von Kaiser die Planungsarbeiten sowie die Koordination der beteiligten Partner und die Bauüberwachung übernommen.

Die Erdarbeiten für das Kleinspielfeld seien komplett mit Eigenleistung und Sponsoring der beteiligten Firmen abgedeckt worden, während beim Großfeld erhebliche Erdmassen zu bewegen waren und insgesamt fast 1000 Meter Drainage neu verlegt werden musste. Zur Verbesserung der Standfestigkeit sei in einigen Bereichen ein Bodenaustausch vorgenommen worden. Zusatzaufwendungen, die so nicht vorherzusehen waren, meinte der Bürgermeister.

Geld aus dem Konjunkturpaket
Trotz dieses Mehraufwandes bleibe der Bau voraussichtlich im vorgegebenen Budget. Für das Großspielfeld seien Landesmitteln aus dem Konjunkturprogramm II in Höhe von 350 000 Euro vorgesehen. Für das Kleinspielfeld werden 30 000 Euro Bundesmittel bereit gestellt. Dieser Betrag, so Bürgermeister Kaiser, könne nur eingehalten werden durch eine finanzielle Beteiligung des SV Elz und die noch nicht abgeschlossenen Spendenaktion.

Wenn es weiter zügig vorangeht, ist mit einer Fertigstellung der Plätze in der ersten Septemberwoche zu rechnen. Allerdings sind danach noch Arbeiten wie das Aufstellen der Ballfangzäune und sonstige Ausbesserungen insbesondere an den Zäunen zu erledigen. Neben Kleinspielfeld mit Kunstrasen, Großfeld mit Kunstrasen sowie dem bisherigen Rasenplatz verfüge der Verein dann über eine optimale Sportanlage. Als nächstes Ziel will der SV die Sanierung seines Vereinsheimes in Angriff nehmen.

[Quelle: NNP, 28.08.09]

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