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Spielbericht vom 7.4.2009, Pressestelle SV Elz
Tus Laubuseschbach II – SV Elz II 3:3 (0:1)

Wer an diesem lauen Frühlingsabend zur Laubuseschbacher Sportanlage gekommen war um ein Fußballspiel zu sehen, muss sich schon arg gewundert haben, was die 22 Herren auf dem staubigen Geläuf über weite Strecken zu Ihrer Unterhaltung darzubieten wussten. Es muss wie eine eigentümliche neue Sportart ausgesehen haben, die an sich auf den Grundlagen dessen, was als Fussball bekannt ist, aufbaut, darüber hinaus jedoch in einem schlichten Satz zusammengefasst werden kann „Wir kloppen Bälle hoch und weit und schauen, was vorne übrig bleibt“.

Und so wenig unterhaltsam wie es klingt war es zunächst auch. Spielerisch ging in der ersten Halbzeit, wenn überhaupt, nur etwas bei den Hausherren, die sich darauf verstanden, im dicht gestaffelten Mittelfeld die Abschläge der Elzer reihenwiese abzufangen und deren rudimentäres Aufbauspiel im Keim zu ersticken. Dass der erste Treffer letztlich dennoch zu Gunsten der Westerwälder fiel, ist einer Ungeschicklichkeit des Laubuseschbacher Torwarts geschuldet, der eine eher harmlose Hereingabe freundlicherweise Christian Pauli vor die Füße legte, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Davon abgesehen bot die erste Halbzeit wenig Nennenswertes.

Nach dem Wiederanpfiff machte es eigentlich den Eindruck, dass die Elzer endlich ins Spiel finden würden, vermochten sie sich eingangs eine Zeit lang in der Hälfte der Tus festzusetzen. Dann besannen sie sich jedoch rasch wieder auf die Pflege Ihres konzeptlosen Hoch-und-Weit-Spielchens, obgleich diese perfide Taktik offensichtlich ertragloser nicht hätte sein können. Die Heimelf tat sich zwar nicht ansehnlicher, dafür jedoch einsatzfreudiger und letztlich auch erfolgreicher. So schaffte es letztlich einer Ihrer Stürmer, sich im Rahmen eines Konters über links durchzusetzen, so dass der gut gespielte Rückpass von seinem Mitspieler im Sturmzentrum nur noch eingeschoben werden musste. Nach ihrer obligatorischen verletzungsbedingten Auswechslung mussten die Gäste mit einer völlig neuen Behilfs-Innenverteidigung weiterspielen. Aus deren Unsicherheit schlugen die Laubuseschbacher sogleich Kapital und erzielten erstmals die Führung. Nun ging es Schlag auf Schlag. Christian Pauli konnte nach einem schönen Schuss von der Sechzehnmetergrenze ausgleichen, ehe sich die schwarzgelbe Defensive im direkten Gegenzug ein weiteres Mal aushebeln lassen und mit einem geschickten Heber zum 2:3 geschlagen geben musste. Dass die Heimelf einige Chancen in der zweiten Halbzeit ungenutzt ließ, sollte sich letztlich rächen. So entschied der Referee kurz vor Ende der Partie nach einem Foul an den agilen Alleinunterhalter im Elzer Sturm, Christian Pauli, auf Strafstoß. Sebastian Sapel konnte sicher verwandeln. Es sollte letztlich, wie bereits im Hinspiel, bei einem 3:3 bleiben. Die turbulente Schlußphase konnte letztlich ein wenig über die spielerische Tristesse hinwegtrösten.

Der SV Elz II demonstrierte eindrucksvoll, warum er in dieser Saison (noch) kein ernsthafter Anwärter auf einen der beiden besseren Plätze sein kann. Für den Endspurt der laufenden Saison gilt es nun den Spitzenplatz des Verfolgerfeldes zu verteidigen. Das wird kein leichtes Unterfangen, empfängt man nach dem spielfreien Osterwochenende mit der Reserve aus Weinbachtal die Mannschaft der Stunde in der C-Liga II, die in diesem Jahr noch ungeschlagen ist und mit Eschhofen und Dorndorf bereits zwei der drei Topteams bezwingen konnte.

Tore:

0:1, 2:2 Christian Pauli, 3:3 Sebastian Sapel.
1:1, 2:1, 3:1 unbekannt.

Es spielten für den SV Elz:

Dominik Sauer, Tobias Schiffmann, Thorsten Meudt (Gunnar Gasteier), Timo Schwarz (Wargas Amin), Andreas Warzecha, Peter Martin, Sebastian Sapel, Julian Reichwein, Christian Hölper, Soner Ilhan, Christian Pauli.