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Das Spitzenduell der C-II-Liga entschied die FSV-Reserve nach einem heißen Tanz für sich, während Elz mangelnde Chancenverwertung und einige unglückliche Schiedsrichter-Pfiffe beklagt.
Das Spiel begann auf beiden Seiten mit offenem Visier. Beide Mannschaften zeigten sich entschlossen das Duell für sich zu entscheiden und setzten auf Offensive. Dabei hatte der FSV, der bei seinem fünften Spiel in Folge unter der Woche erneut mit mehreren Spielern aus dem Kader ersten Mannschaft auflief, Fortuna auf seiner Seite. Eine Unsicherheit in der Innenverteidigung eröffnete dem Tabellenführer die Chance zum 1:0, die dieser danken annahm. Die Gäste zeigten sich beeindruckt und agierten verunsichert. Lediglich Keeper Schmitt bestätigte durchgehend seine großartige Form aus der Vorwoche und hielt den Kasten souverän sauber. Wenig später war er jedoch machtlos, als ein an der Eckfahne unglücklich verlorener Ball seinen Weg in die Mitte fand und Halos einmal mehr aus stark abseitsverdächtiger Position einnetzen konnte. Elz zeigte sich nun jedoch trotzig und drückte wütend auf den Anschlußtreffer, der Konstantinidis nach einem Tohuwabohu im Fünfmeterraum schließlich auch gelang. Zum Halbzeitpfiff war der SV Elz die spielbestimmende Mannschaft und eröffnete auch die zweite Halbzeit entsprechend beflügelt.

Nach 54. Minuten jedoch die spielentscheidende Szene: einen Würgeser Distanzschuss fälscht ein Elzer Bein minimal ab, so dass der Ball direkt vor den Füßen des deutlich im Abseitspostierten Halos landete, der mühelos zur Vorentscheidung einschieben konnte. Der Treffer fand dennoch die Anerkennung des Schiedsrichters, was wütende Proteste der schwarzgelben nach sich zog. Die Torentscheidung gab den Elzer Bemühungen spürbar einen Knick und die zudem immer ruppigere Spielweise der Heimelf, die vom Schiedsrichter nur leidlich geahndet wurde führte dazu, dass die Atmosphäre bei den Elzern auf und neben dem Feld kochte. Anstelle sich auf das noch lange nicht verlorene Spiel zu konzentrieren, verstrickte man sich zusehends in sinnlose Diskussionen mit dem Spielleiter und unschöne Dispute mit den Gegenspielern, so dass auch die eingewechselten Offensivkräfte dem Spiel keine neuen, entscheidenden Impulse zu verleihen mochten. Im Gegenzug konterte Würges mit Geschick und nach Belieben und traf letztlich auch zum vierten Mal aus einer Überzahl-Situation heraus. Elz gelang trotz weiterer Chancen nur noch der obligatorische Ilhan-Treffer zum 4:2, erzielt mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze. Als dem Mann in schwarz letztlich doch keine andere Wahl mehr blieb als Lewalter kurz vor Schluß mit Gelb-Rot vom Platz zu stellen lag der Würgeser Platz bereits im Halbdunkeln.

Würges gewinnt eine ausgeglichene Partie dank einer soliden Abwehleistung und der nötigen Konsequenz in den rasch vorgetragenen Angriffen, auch wenn die Regelkonformität zumindest bei zwei der vier Treffern stark fragwürdig schien. Elz muss sich vorwerfen lassen in der Defensive zu unkonzentriert und in der Vorwärstbewegung zu unkreativ gewesen zu sein, um den widrigen Umständen zum Trotz mit Punkten vom Feld zu gehen.
Durch die erste Niederlage in einem Punktspiel im Jahr 2010 verliert der SV Elz den Anschluß an den FSV Würges II, der mit fünf Siegen aus fünf Spielen die Tabelle anführt. In wenigen Tagen wiederholt sich die Partie im Zuge des Kreispokals der Reserven. Am Sonntag muss der SV die Reserve der FSG Dauborn/ Neesbach schlagen, will Sie nicht frühzeitig aus der Tabellenspitze rutschen.

Es spielten für den SV Elz II:
Schmitt, Konstantinidis, Schmeiser, T.Klötzel, Stanjek, Warzecha, Kurz, M.Klötzel, Martin, Pauli, Ilhan.

Eingewechselt wurden:
Lang, Heiking, Reichwein.

Tore: 1:0 Halos (24.), 2:0 Halos (43.), 2:1 Konstantinidis (45.), 3:1 Halos (54.), 4:1 Loshay (77.), 4:2 Ilhan (81.)

Gelb-Rote Karte: Lewalter (88., Würges II)

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